Champion Rüde aus dem C-Wurf mit seinem Papa Mad Max
Zwei Rüden wie aus dem Bilderbuch

Unsere Zuchtziele

Um dem Bulldog-Begeisterten und möglichen Welpenkäufer die Grundlagen unserer Zuchtziele zu erläutern, möchte ich hier die verschiedenen Zuchtmethoden anführen, wie sie Frau Imelda Angehrn in ihrem Buch "English Bulldog" (Kynos Verlag) veröffentlich hat.

"Wir unterscheiden zwischen Inzucht, Linienzucht und Auskreuzung.

Inzest-Zucht ist die extremste Form von Inzucht und gehört zu dieser Art. Inzest heißt Paarung von Geschwistern, Halbgeschwistern und Eltern mit direkten Nachkommen. Schon viel früher und auch heute noch wird Inzucht systematisch bei vielen Tiergattungen angewendet, nicht nur bei Hunden. Es ist mit Abstand die schnellste und sicherste Methode, um erbreines Zuchtmaterial zu bekommen, beinhaltet aber auch die weitaus größten Risiken und verlangt einen hohen Grad an Wissen und Gespür. Für Inzucht muß man über aussergewöhnlich gute Ausgangstiere verfügen, sonst bringt sie nur Schaden. Ich selbst habe mich noch nie getraut; denn ich sah zuviel Misserfolge bei englischen Züchtern. Vermutlich ist unsere Rasse [English Bulldog] so weit von der Natur entfernt, daß sie sich dafür nicht so gut eignet wie andere. Es ist auch möglich, daß sich im Laufe der Jahrzehnte viele Erbfehler eingeschlichen haben, die dann alle zum Vorschein kämen. Sobald ich aber einmal über Bulldogs verfüge, die mich in den Grundforderungen Gesundheit - Wesen - Typ ganz befriedigen, so werde ich es bestimmt versuchen. Inzucht ist nur gefährlich, wenn man den Genotyp der Stammeltern nicht kennt. Wenn in der Erbmasse verborgene (=rezessive) Fehler stecken, von denen man nichts wußte. Inzucht deckt eben nicht nur die Vorzüge, sondern auch die Mängel auf.

Linienzucht ist im Grunde erweiterte Inzucht. Sie birgt viel weniger Risiken, führt aber auch nicht so schnell zum Ziel eines erbreinen Zuchtstammes. Für unsere Rasse ist dies eine bewährte und gebräuchliche Methode. Man benötigt dafür auch nicht soviele Tiere wie für ein Inzuchtprogramm. Unter Linienzucht versteht man Paarungen zwischen Großeltern und Enkeln oder von Cousins untereinander, es erscheint also ein Ahne mindestens zweimal in den ersten drei Generationen des Stammbaumes. Linienzucht ist auch , wenn der gleiche Vorfahre fünfmal in einem 4-Generationenpedigree vorkommt.

Fremdzucht oder Auskreuzung bedeutet die Paarung von zwei nichtverwandten Tieren. Nichtverwandt in diesem Sinne heißt, keine gemeinsamen Ahnen in den ersten fünf Generationen. Kreuzungen von nichtverwandten Tieren sind reine Wundertütten. Man hat keine Ahnung, was dabei heraus kommt, alles ist mehr oder weniger Zufall und daher auch nicht erbstark. Ein solcher Welpe kann selbst noch so gut sein, weiterverben wird er seine Qualitäten vermutlich jedoch nicht. Viele Hundefreunde sind der Ansicht, daß aus nicht blutverwandten Tieren gesündere Nachkommen zu erwarten sind. Dies stimmt aber nur insoweit, daß rezessiv dennoch vorhandene Erbmängel nicht sichtbar werden, was bei engerer Linienzucht natürlich der Fall ist. Sogennante "Blutauffrischungen" - was immer der Einzelne darunter verstehen mag - tun aber jedem, über längere Zeit durchgeführten Zuchtprogramm gut."

Antworten zu unserem Zuchtprogramm finden Sie in den Bulldog F.A.Q.

Alle unsere für die Linienzucht eingesetzten OEB's, entstammen der Leavitt und Olde Victorian Bulldogge Linie und sind bei der IOEBA (International Olde English Bulldogge Association), der weltgrößten Bulldog-Organisation registriert. Es versteht sich von selbst und ist eigentlich überflüßig zu erwähen, daß wir keine anderen Blutlinien oder Rassen wie z.B. Terrier oder American Bulldogs für unsere Zucht einsetzen und es ist auch den Welpenkäufern vertraglich untersagt, diese Art von Zucht zu betreiben.

Wir von Frankenstein Bulldogs, kreuzen im Moment keine anderen Rassen in den OEB ein, es gibt ein Outcrossprogramm um unser Zuchtziel zu erreichen, das betrifft zur Zeit jedoch nur gesunde English Bulldogs, und wenn wir gesund sagen, dann wissen wir es auch.

Wir lieben unsere Hunde und es ist untersagt und wird mit Welpenkäufern vertraglich festgesetzt, Welpen / Hunde aus unserer Zucht "scharf" zu machen, im Zwinger, oder einer Kette zu halten. Alle Hunde aus unserer Zucht, müssen in der Familie im Haus oder in der Wohnung leben dürfen. Eine Haltung ausschließlich im Freien ist untersagt. Der Bulldog ist dafür nicht geeignet.

Wenn es die Umstände erfordern, nehmen wir Hunde aus unserer Zucht zurück und bemühen uns gemeinsam mit den Besitzern, um einen neuen guten Platz in geordneten Verhältnissen.

Der Old English Bulldog ist vom Wesen her ein äußerst ruhiges und angenehmes Familienmitlied; wenn er auch als solches behandelt wird. Mit Liebe und Kompetenz bei Erziehung und Haltung, wird sich das auch nie ändern und man wird (s)ein Leben lang eine menge Freude mit dieser Rasse haben.

Selbstverständlich stehen wir Welpenkäufern auch nach der Abgabezeit sehr gerne mit Rat und Tat zur Seite und würden es sehr begrüßen, mit den neuen Bully-Eltern weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Eduard Stanzer