Blue Bulldog

 

Warum Blau?

 

Der erste Punkt ist, dass sie mir ausgesprochen gut gefallen.

 

Der zweite Punkt ist, dass es in unserer und besonders in meiner Natur liegt, immer wieder etwas neues und besonderes haben zu wollen und ich mich gerne neuen Herausforderungen stelle. Als ich die ersten blauen Bullys sah, war ich so was von begeistert und es war sowieso nur noch eine Frage der Zeit, bis ein blauer Bully bei uns einziehen würde. Die Farben blau und schoko sind eine wirklich interessante Bereicherung in der Bulldog Zucht und davon kann man sich in anderen Ländern auch schon länger überzeugen. Natürlich gibt es wie immer sofort die ersten Gegner und Schlechtmacher von allen neuen Farbschlägen und Züchtungsversuchen. Aber so wie sich fawn und redfawn trotz Anfeindung in der Französich Bulldogzucht durchgesetzt hat und nun zum normalen Erscheinungsbild der Franzosen gehört, wird auch blue, in der gesamten Bulldogzucht nicht aufzuhalten sein. 

 

Der dritte Punkt ist, Blue Bulldogs gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert und man kann das Forengeschwafel und auch das Geschwafel der Züchter, die sich gegen die Blue Line aussprechen getrost als das betrachten was es ist, nämlich Geschwafel.

 

Der Alapaha Blue Bulldog ist eine Bulldograsse, dessen Stammvater der English Bulldog ist und der wie der Name schon sagt, unter anderem seit dem 18. Jahrhundert in der Farbe blau gezüchtet wird.

 

Und warum eigentlich nicht Blau? Alles was die Gegener in Ihrem aussichtslosen Kampf an Argumenten zu bieten haben überzeugt nicht und Beweise für ihre Behauptungen fehlen vollständig!

Ganz im Gegenteil, langjährige Erfahrungen in den USA und anderen Ländern beweisen, dass die blauen Bulldoggen nicht mehr und nicht weniger Probleme haben als die standardfarbenen Verwandten. Änderungen im Wesen und Verhalten sind nicht nachzuweisen.

 

Die blaue Farbe soll eine Fehlfarbe sein? Stellt sich die Frage wer das bestimmt! Wer maßt sich an, seltene Farben als Fehlfarbe abzustempeln? Das blaue Fell ist von der Natur geschaffen und der Mensch hat nicht das Recht, dieses schöne Farbe ausmerzen zu wollen. Um die Vielfalt zu erhalten sollte seltenes geschütz werden.

 

Es gibt allen pseudowissenschaftlichen Bedenken zum Trotz, bereits national und international viele Verbände die den überholten Begriff "Fehlfarbe" aus den Satzungen gestrichen haben. Das ist gut so. Es bedeutet ja nicht, das jeder nun tun und lassen kann was er will. Auch unsere Blauen werden einer Zuchtkontrolle durch den SHV unterliegen und als verantwortungsvolle Züchter werden wir nach wie vor auf das Wesen und die Gesundheit in unserer Zucht achten. Das versteht sich wohl von selbst.

 

Bei den Bulldogen ist das Blue Gen das REZESSIVE GEN und deshalb, wie man auch bei den blauen Chihuahua, Weimaraner, blauen Doggen, Mastinos, Chowchow, Pudel usw., die seit vielen Jahren FCI anerkannte Rassen sind -sehen kann- ungefährlich.

 

Die FCI Standards dieser Rassen, sind ein eindeutiger Beweis für Gesundheit und Langlebigkeit bei diesen blauen Zuchtformen. Ansonsten würden die Zuchtverbände wie der VDH, mit Sicherheit das sofortige Zucht und Ausstellungsstop dieser Rassen bewirken.

 

Achtung! Das DOMINANTE GEN, wie es beim Dobermann (BLUE DOBERMANN -DOG-SYNDROM vorkommt) und das REZESSIVE GEN, wie es bei anderen Rasssen vorhanden ist, ist klar von einander zu trennen.

Das blaue Dobermann-Syndrom-Gen und das blaue Gen der Bullys sind 2 paar Schuhe!

 

Ich frage mich, wie viele tausend Welpen im laufe der Jahre wohl wegen solch bornierter Menschen, die damals gegen fawn und heute eben gegen blue sind und die bis heute beide Gene einfach in einen Topf werfen- gleich nach der Geburt umgebracht wurden und sterben mussten, als fawn in der Französisch Bulldogzucht noch eine Fehlfarbe war?

 

Die Farbe blau, gab und gibt es seit jeher in der Gruppe der Molosser. Mastino, Dogge z. B.. Warum sollte es also beim Bulldog der ebenfalls zur Familie der Molosser gehört ein Problem sein. 

 

Unsere Blue Pearl ist nun 18 Monate alt, hat weder eine Allergie, noch Fellprobleme oder andere Erkrankungen. Sie ist völlig gesund und hat zudem auch noch super Röntgenbilder. HD B und ED 0.   

 

Aber was eignet sich schon besser um blau Züchter (Konkurrenz) zu verunglimpfen, als die Behauptung, sie würden dies ohne Skrupel auf Kosten der Hunde und nur aus Geldgier machen? Nichts!

 

Wir leben nachweislich nicht von unseren Hunden und der Zucht und natürlich ist ein blauer Welpe teuer. Auch für uns als Züchter ist der Kauf eines blauen Welpen teuer. Die Decktaxen ebenfalls. Aber es ist nun mal eine seltene und schöne Farbe und das hat seinen Preis. Ein blauer Importhund aus USA schlägt mit mindestens 3.500 USD zu buche. Aber wir finden blue und blue tri colour super und sind bereit für diese besonderen Bullys diesen Preis zu bezahlen.

 

Wer das nicht möchte, wird nicht gezwungen sich einen blauen Welpen zu kaufen - ja so einfach kann die Welt sein.

 

Info:

Gene der D- oder Dilutions-Serie
 
D     gewährleistet eine intensive Pigmentierung
d     führt zur Schwächung bzw. Verdünnung des Pigmentes (Dilution)
 
Die D-Serie folgt ähnlich wie die B-Serie einem einfachen mendelschen Erbgang. Sie wurde bereits 1919 von LITTLE und JONES definiert und bis z.Z. unverändertesten Allelserien anzusehen. Für den Züchter ist wissenswert, dass sich diese Serie von allen anderen dadurch grundsätzlich unterscheidet, indem sie für sich selbst keinerlei Farbe ausprägt. Was wir als so genannte, meist blaue Farbgebung empfinden, ist auf das epistatische Verhalten der dd-Allele zurückzuführen. Die Allele dieser Serie wirken auf andere Loci, die volle Pigmentierung ausprägen, ein und führen dadurch zur Veränderung deren Pigmentsubstanz. Einfach dargestellt kann von folgendem Vererbungsmodus ausgegangen werden.
 
Ist D einfach oder doppelt DD vorhanden, wird die Fellfarbe ausgeprägt, die bei dem betreffenden Tier ursprünglich determiniert wurde, z.B. BBDD=schwarz, wenn aber die Kombination BBdd=blau zustande kommt, dann hat dd epistatisch auf das Grundpigment (schwarz) eingewirkt und es ist zur Verdünnung (Dilution) des schwarzen Pigmentes gekommen.
 
Die Kombination des d-Allels mit lohbraunem Pigment führt ebenfalls zu Farbabschwächung.
Gewisse Schwierigkeiten des Nachweises der d-Kombination können sich dadurch ergeben, dass es noch andere farbschwächende Genotypen gibt. Es sei diesbezüglich nur auf den bereits beschriebenen Genotyp cch cch (Chimchilla) und die noch abzuhandelnde G-Serie verwiesen.
 
Die blaue Deutsch Dogge ist ein typisches Beispiel zur Darstellung der Wirkungsweise des epistatischen (dd) Verdünnungsfaktor am D-Locus. Schwarzes Pigment BB wird in Verbindung mit dd zur Verklumpung der Pigmentkörnchen gebracht und erscheint dann schieferblau. Bei anderen Rassen ist die Farbabschwächung nicht in jedem Fall so charakteristisch mit der Grundfarbe im Zusammenhang zu sehen. Die Rasse besteht in den vollpigmentierten Farbschlägen mit weißen Abzeichen unterschiedlicher Größe: in schwarz, blau, gestromt und gelb, wobei schwarz über alle anderen Farbgebungen domoniert. Nach der hier verwendeten Nomenklatur haben schwarze Doggen die Gen-Symbole A, D, mmS, Em oder E bzw. Kombinationen von Em und E. Beim blauen Farbschlag ist folglich nur das domonante Dilutions-Gen durch sein rezessives Allel ersetzt, danach ergibt sich die Genotypenformel: A, dd, mmS, Em oder E bzw. Kombinationen von beiden letzteren.
 
Der Vollständigkeit halber sei noch auf den fünften Farbschlag bei dieser Rasse verwiesen. Das sind die durch den Merle-Faktor herfogerufenen unvollständig dominanten schwarz/weiß Gefleckten. Durch die teilweise Depigmentierung der schwarzen Grundfarbe ergibt sich im klassischen Fall für diese Doggen die Veränderung im Genotyp von mm zu Mm.
 

Mit freundl. Genehigung des Kynos Verlages entnommen aus: Dr. F. Krautwurst, Praktische Genetik für Hundezüchter. Kynos Verlag, Mürlenbach, 2002, S. 84-85